Aktuelles

Podiumsdiskussion: KI und Demokratie

Ich hatte dieses Jahr das Vergnüngen beim vom BMBF und der Gesellschaft für Informatik ausgerichteten KI-Camp im Rahmen einer Podiumsdikussion einige Thesen zu KI und Demokratie vorstellen zu dürfen. Das vom Goethe-Institut organisierte Panel wurde von Helen von Schwichow moderiert und mir mir waren Ann-Kathrin Koster und Kaan Sahin in der Diskussion. Alles in diesem Jahr leider virtuell, aber das KI-Camp hatte ein tolles Line-Up (u.a. eine Keynote von Timnit Gebru) und viele engagierte Teilnehmer_innen. Auf der Seite zum Camp findet ihr weitere Infos und sicher dann auch bald Videomitschnitte und ähnliches: https://kicamp.org/

Podiumsdiskussion: Zivile Sicherheit im demkratischen Staat

Am 22. und 23. April fand die Konferenz „Zivile Sicherheit im demokratischen Staat“ des Fachdialogs Sicherheitsforschung. Die vom BMBF geförderte Konferenz schloß mit einem zumindest zu 2/3 nicht-virtuellen Podium, auf dem Maja Smoltczyk (Datenschutzbeauftragte Berlin), Ina Schieferdecker (BMBF), Karolin Schwarz (Journalistin), Joseph Vogl (Literaturwissenschaftler) sowie ich unter der Moderation von Elif Şenel über „Zivile Sicherheit im demokratischen Staat. Krisenerfahrungen und Zukunftsperspektiven“ diskutierten. Die Diskussion griff Themen wie technologische Souveränität und die Entwicklung der Plattformökonomie auf, versuchte vor allem aber auch positiv zu bestimmen, wie und wo Regulierung im Digitalen möglich ist – und stärker angegangen werden sollte. Hat Spaß gemacht mal wieder ganz real in einem Raum, wenn auch mit dem gebotenen Abstand, zu diskutieren – und das in so einer tollen Runde.

Vortrag in Basel

Auf Einladung von Oliver Nachtwey und Stefanie Bailer war ich am 22. April virutell zu Gast beim Institutskolloquium der sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Basel. Ich habe dort aktuelle Forschung zum digitalen Strukturwandel und zur Rejustierung demokratischer Öffentlichkeit vorgestellt und damit eine kleine Reihe von Kolloquiumsvorträgen abgeschlossen, die unter dem Motto „Demokratie und Digitalisierung“ standen und wo wo zuvor im Semester auch schon Paolo Gerbaudo udn Anita Gohdes gesprochen hatten. Hat Spaß gemacht

Vertretungsprofessur an der Universität Erfurt

Heute beginnt das Sommersemester 2021 und ich werde für einen kurzen Moment der Forschungsgruppe Demokratie und Digitalisierung untreu und stattdessen für ein Semester eine Vertretungsprofessor an der Universität Erfurt innehaben. Ich vertrete dort die Vergleichende Regierungslehre und werde  neben der Vorlesung „Einführung in die Analyse politischer Systeme drei Seminare halten: Im Bachelor geht es um Die digitale Transformation der Demokratie und um Europäische Demokratie: Idee, Institutionen, Widersprüche; im Master lehre ich Die demokratische Regulierung von Öffentlichkeit. Die Syllabi zu den vier Lehrveranstaltungen werde ich voraussichtlich in zwei Wochen auch hier auf der Seite unter Lehre veröffentlichen.

Ich freue mich schon sehr auf Fakultät und Studierende die wundervolle Stadt durfte ich zumindest auch schon einmal kurz kennenlernen.

Zwei Beiträge in WZB Mitteilungen

Für die aktuelle Ausgabe der WZB Mitteilungen, die sich um die digitalisierte Gesellschaft dreht, habe ich gleich zwei Co-Autorenschaften beigesteuert: Zusammen mit Jeanette Hofmann den Artikel “ Schleichende Übernahme. Künstliche Intelligenz und der Wandel der Demokratie„, in dem wir über die Wirkungen von KI auf Gesellschaft und Politik nachdenken und für eine langfristige, auf die Veränderung sozialer Praktiken achtende Perspektive votieren; zum anderen den mit Silvio Suckow gechriebenen Artikel „Grenzen überwinden. Wie Digitalisierung die Zusammenarbeit zwischen Disziplinen fördert“, in dem wir interdisziplinäre Arbeitspraktiken reflektieren. Das ganze Heft ist toll geworden und aus der Forschungsgruppe Demokratie und Digitalisierung  gibt es noch einen weiteren Beitrag von Sebastian Berg zu Digitalität und politischer Repräsentation. Der weitere Politik der Digitalisierung und Weizenbaum-Kontext ist noch mit ganz vielen anderen Beiträgen dabei, etwa von Ronja Kniep zu Geheimdiensten und ihrer Kontrolle, oder von Florian Irgmaier zum Verlust des Nicht-Wissens. Empfehle ganz nachdrücklich die Lektüre des ganzen Hefts, was wie immer Open Access ist und hier als Ganzes heruntergeladen werden kann.

Buchbeitrag: Anonymity – The Politicisation of a Concept

Heute ist im kalifornischen punctum Verlag das „Book of Anonymity“ erschienen, zu dem ich auch ein Kapitel mit dem Titel „Anonymity: The Politicisation of a Concept“ beigesteuert habe (Abstract s. unten). Der Band geht zurück auf das Forschungsprojekt Re-configuring Anonymity und unterhält neben meinem Beitrag unter anderem auch noch Texte von Götz Bachmann, Solon Barocas, Michi Knecht, Gertrud Koch, Julien McHardy, Helen Nissenbaum und Nils Zurawski. Das gesamte Buch ist Open Access, fantastisch gestaltet und enhält eine Menge unterschiediche Perspektiven aus wissenschaftlicher, aktivistischer und künsterlicher Warte. Gerade weil Anonymität ein zwar populäres, aber doch erstaunlich selten wissenschaftlich beleuchtetes Thema ist, lohnt sich ein Blick sehr. Hier geht es zur Verlagsseite, wo es auch das Buch zu kaufen gibt und hier gibt es einfach nur die PDF. weiterlesen

Beitrag für das BPB-Dossier: Politische Bildung in einer digitalen Welt

 Lizenz: cc by-nc-sa/4.0/deed.de (Illustration: Johanna Benz und Tiziana Beck/graphicrecording.cool)Für das Dossier „Politische Bildung in einer digitalen Welt“ der Bundeszentrale für Politische Bildung habe ich einen Beitrag zu „Demokratie in Zeiten der Digitalisierung“ verfasst. Der Beitrag stellt – hoffentlich auch für Neueinsteiger ins Thema gut verständlich – dar, welchen Einfluss digitale Technologien auf die repräsentative Demokratie haben und welche Bedeutung dem digitalen Strukturwandel von Öffentlichkeit zukommt. Der Beitrag ist selbstverständlich open access und hier zu finden. Das ganze Dossier ist einen Blick wert, es gibt auch noch Beiträge von Lena Ulbricht zu Digitalisierung und Demokratie im politischen System der BRD, ein Interview mit Julia Kloiber zur digitalen Zivilgesellschaft, einen schönen Text von Kristin Narr und Christian Friedrich zu Medienkompetenz und Digital Literacy und und und.

Konferenz: #POLKOMM21

Gemeinsam mit Ulrike Klinger und Christoph Neuberger habe ich heute (12.02) die #POLKOMM21 mit dem Thema „Meinungsbildung und Meinungsmacht in dissonanten Öffentlichkeiten“ am Weizenbaum-Institut organisiert. Die aufgrund der Corona-Pandemie leider nur online durchzuführende Konferenz hatte eine tolel Keynote von Axel Bruns zum Thema „Soziale Medien, Massenmedien, offizielle Stellungnahmen: Umgang mit Desinformationen am Beispiel der COVID/5G-Verschwörungstheorien“ und in vier Panels insgesamt 17 Vortäge und Paper. Das Programm ist hier einzusehen, wit hatten tollen Besuch (bis zu 150 Teilnehmer und nie weniger als 80) das nicht zu reproduzierende Highlight bleibt natürlich die Online-Cocktailhour auf gather.town.

Zeitungsartikel: Das Problem mit der digitalen Souveränität

Die Forderung nach „Digitaler Souveränität“ hat derzeit Konjunktur – aber was impliziert der Begriff eigentlich und welches Konfliktpotential birgt er? In der heutigen (25.01)  Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ist ein ganzseitiger Gastbeitrag von mir zu diesem Thema unter dem Titel „Das Problem mit der digitalen Souveränität“ erschienen. In ihm reflektiere ich den begrifflichen Aufstieg digitaler Souveränität und die Ereignisse, die unser gegenwärtiges Verständnis prägen. und problematisiere anschließend, dass Souveränität klare Grenzen hat, es längst bessere, demokratischere Antworten auf die Herausforderunen der digitalen Konstellation gibt und der Begriff auch nicht gut zum europäischen Projekt und dessen normativen Horizont passt. Nachzulesen ist der Text hier in der heutigen Ausgabe der FAZ (Multimedia-Edition) und mittlerweile auch hier auf der Webseite der FAZ.