Aktuelles

Diskussion mit dem Bundespräsidenten

Copyright: David Ausserhofer, WZB

Dass das WZB 50 Jahre wird gab mir am 14. März die Chance gemeinsam mit Susanne Veit und Seongcheol Kim eine Diskussion mit dem Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier zu führen. Die Veranstaltung aus der Reihe „Junge Wissenschaft trifft…“ fokussierte auf die Ursachen für den Aufstieg populistischer Parteien und Bewegungen und die sich ergebenden Herausforderungen für die demokratische Ordnung.

Mein eigener Beitrag fokussierte auf Öffentlichkeitswandel durch Digitalisierung und legte den Schwerpunkt darauf, wie digitale Kommunikationsmedien auf Demokratie wirken, warum wir Technologien nicht zu starr verstehen sollten und vor allem, welche Möglichkeiten der demokratischen Intervention möglich und legitim sind.

Die Diskussion mit dem Bundespräsidenten im Anschluss auf den Input war äußerst angeregt und ging vor allem noch einmal auf Fragen wie Identitätsbildung und Regulierungsansätze ein. Hat alles sehr viel Spaß gemacht. Wer sich die Auseinandersetzung einmal anschauen möchte, hat hier die Gelegenheit dazu:

Zwei Beiträge neu im Open Access

Ich freue mich, dass ich zwei Beiträge neu als Open Access zum Download auf die Publikationen-Seite hier und in allgemein auffindbare Online-Repositiorien einstellen konnte (SSOAR und Econstor). Es handelt sich um die Texte „Digitalisierung als Kontext politischen Handelns. Republikanische Perspektiven auf die digitale Transformation der Gegenwart“ aus dem Sammelband zu Digitalisierung und Politischer Theorie (von Daniel Jacob und mir herausgegeben) sowie den Aufsatz „Turnkey Tyranny. Struggles for a New Digital Order„, der in dem Band Resistance and Change in World Politics erschienen ist.

Wer direkt zu lesen starten möchte, klicke hier für den Republikanismus und hier für digitalen Aktivismus und Ungehorsam

Gastvorlesung: Auswirkungen der Informatik (Folien und Mitschnitt)

Am vergangen Montag, 08.03.2019, hatte ich die Ehre eine Gastvorlesung in der Vorlesungsreihe „Auswirkungen der Informatik“  übernehmen zu dürfen. Die Vorlesung von Lutz Prechelt vermittelt Informatikstudenten der FU Berlin einen dreiwöchigen Intensivüberblick über die gesellschaftlichen Auswirkungen informationstechnologischer Prozesse. Das Themenspektrum reicht von Techniksoziologie über Informationssicherheit bis Datenschutzrecht – und nun eben auch Demokratie. Auf der Homepage der Vorlesung findet sich auch für alle Vorlesungen ein Folienset und Video- bzw. Audiomitschnitte, das Stöbern lohnt sich.

Auch meine Folien und der Audiomitschnitt sind jetzt schon verfügbar, falls es wen interessiert.

Vortrag in Duisburg: Die digitale Konstellation

Vom 07. bis 09. Februar findet in Duisburg die diesjährige POLKOMM statt. Die Weizenbaum-Forschungsgruppe „Demokratie und Digitalisierung“ stellt hier unser erstes mit der ganzen Gruppe geschriebenes Papier vor. Das Ganze ist überschrieben „Die digtale Konstellation“ und wird insbesondere auf unser Verständnis des Verhältnisses von Technik und Gesellschaft eigehen und mögliche Weisen der Erforschung. Die Konferenz wird zudem mit einer Keynote unserer PI Jeanette Hofmann eingeleitet und Sebastian Berg und Daniel Staemmler stellen auch noch ein Papier zum sozialen Netzwerk Mastodon vor (auch sonst gibt es viele vielversprechende Beiträge). Das ganze Programm der Konferenz findet ihr hier auf der Webseite.

Vortrag in Dresden: Digitale Öffentlichkeit

Am 17. und 18. Januar findet im Rahmen des neuen Dresdener SFB „Invektivität“ eine Tagung mit dem schönen Titel „Trolle, Stürme, Wolken, Blasen, Zwitschern und ein neues Unbehagen. Zur digitalen Transformation von Öffentlichkeit“. Niklas Rakowski und ich stellen gleich im ersten Beitrag der Konferenz einige Überlegungen zum Thema „Demokratische Interventionen in digitalisierte Öffentlichkeiten. Überlegungen aus Recht und politischer Theorie“ vor. Gibt auch noch jede Menge andere spannend klingende Beiträge etwa von Tobias Matzner, Sandra Seubert, Albert Ingold, Andreas Antic oder natürlich dem Organisator Jan-Philipp Kruse. Vorbeikommen lohnt sich sicher, die Infos zur Tagung gibt es auf der Homepage.

Radiointerview: Soziale Medien und Demokratie (hr2 – Der Tag)

Ich habe gestern (06.11) ein Interview mit der Radiosendung hr2 – Der Tag geführt. Die ganze Sendung mit dem Titel „Digital naiv – Bedrohen soziale Medien die Demokratie?“ könnt ihr hier anhören. Mein Beitrag ist zwischen Minute 20 und 27, aber die ganze Sendung lohnt sich sehr, u.a. werden sehr Gespräche mit Andreas Bernard, Gary Schaal, Karolin Schwarz (von hoaxmap) und Christian Montag geführt. Viel Spaß beim Hören!

Unruheherd Digitale Öffentlichkeit (Römerberggespräche)

Am Samstag, den 03. November, finden in Frankfurt die 46. Römerberggespräche statt. Ich habe die große Ehre mit einem Vortrag dabei sein zu dürfen. Mein Thema wird sein: „Unruheherd Digitale Öffentlichkeit“ (11:15-12:15 Uhr). Die Römerberggespräche stehen in diesem Jahr insgesamt unter der Überschrift „Die neue Lust an der Zerstörung oder wie die Demokratie ihre Fassung bewahrt“ und es wird neben meinem Beitrag Vorträge geben von Nicole Deitelhoff, Ute Frevert, Rainer Forst und Christoph Möllers sowie eine Podiumsdiskussion mit Robert Habeck, Till van Rahden und Anatol Stefanowitsch zu sehen geben. Der Eintritt ist frei und das alles findet im Schauspiel Frankfurt statt. Infos findet ihr unter http://www.roemerberggespraeche-ffm.de/. Ich freue mich natürlich sehr, bekannte Gesichter zu sehen.

— Update: Die Veranstaltung hat viel Spaß gemacht und mittlerweile gibt es mehrere Zeitungsberichte, wo ihr noch einmal nachlesen könnt, was alles gesagt wurde: TAZ, Frankfurter Rundschau und FAZ (noch nicht online) —

— Update 2: Wer will kann die Römergberggespräche nun noch einmal in einem knapp einstündigen Spezial bei hr2 nachhören: Hier geht es zum Beitrag – oder sogar im Bild sehen: hier auf dem YouTube Channel des Clusters Normative Orders

Digitalisierung: Gefahr für die Demokratie? – Ein Essay?

Für das neue Heft des Magazins POLITIKUM habe ich einen kleinen Essay mit dem Titel „Digitalisierung: Gefahr für die Demokratie? verfasst. Der Beitrag fragt in – wie ich hoffe – allgemein zugänglicher Weise nach den Vorannahmen und Demokratieverständnissen in verschiedenen populären Krisendiagnosen der Demokratie und soll mit etwas Differenzierung dazu beitragen, dass weniger alarmistisch diskutiert wird. Der Wochenschau-Verlag, der die POLITIKUM herausgibt, war so gut, mir den Artikel zur Freigabe auf dieser Seite zur Verfügung zu stellen (Danke), ihr findet die PDF des Artikels daher hier:

Das Heft mit dem Oberthema „Smart Democracy“ versammelt aber noch einige weitere wirklich spannende Beiträge und sei daher als Ganzes zum Kauf empfohlen – findet sich auch an der gut sortierten Bahnhofsbuchhandlung.

Verantwortung: Künstliche Intelligenz (BBAW-Arbeitsguppe)

Seit gestern, 8.10., bin ich offiziell Mitglied der Interdisziplinären Arbeitsgruppe „Verantwortung: Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz“ an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Die Gruppe wird sich in den nächsten noch knapp drei Jahren der Frage widmen, ob wir angesichts technischer Entwicklungen im Bereich des maschinellen Lernens Verantwortungsbeziehungen neu denken müssen. Gegenstand meiner ersten Sitzung war Verantwortung im Kontext medizinischer Forschung und Diagnostik – die jeweiligen Sitzungen der Arbeitsgruppe haben oft auch einen öffentlichen Teil (gestern etwa eine spannende Podiumsdiskussion zu Medizin und KI).