Sehr schöne Neuigkeiten: Die VW-Stiftung hat in ihrer Förderlinie “Transformationswissen über Demokratien im Wandel – transdisziplinäre Perspektiven” ein Projekt zur Förderung bewilligt, in dem ich mich mit Jakob Ohme (Weizenbaum-Institut, Projektleitung), Ulrike Klinger (Universität Amsterdam) und den zivilgesellschaftlichen Partnern “Gesellschaft für Freiheitsrechte” (Simone Ruf) und „Wir sind der Osten“ (Melanie Stein) mit der Frage auseinandersetze, wie politische Polarisierung und demokratische Frustration in der Plattformgesellschaft entsteht und auf welchen Weisen man Daten und Erkenntnisse über die Mechanismen und Akteure besser in den Kontext politischer Bildung einbauen kann. Wir untersuchen wie Inhalte auf Plattformen wie TikTok und YouTube verbreitet werden, wie sichtbar diese für die Nutzer*innen sind und wie sich das auf politische Einstellungen auswirkt. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Nutzung neuer Datenzugangsrechte nach Artikel 40 des europäischen Digital Services Act (DSA). Die Ergebnisse fließen unmittelbar in die Praxis, da wir u.a. digitale Lernmodule für die MitMachen-App der Initiative „Wir sind der Osten“ sowie Workshops für Schulen und zivilgesellschaftliche Organisationen entwickeln. Ziel ist es, Menschen dabei zu unterstützen, polarisierende Inhalte besser zu erkennen, einzuordnen und reflektiert mit ihnen umzugehen. Das Projekt wird für insgesamt fünf Jahre mit einer Gesamtsumme von 1,4 Millionen Euro gefördert – und ich freue mich schon sehr auf die Zusammenarbeit mit den anderen. Stellenausschreibungen folgen in den nächsten Monaten – hier geht es zur Presseerklärung mit weiteren Hintergründen.
Neues Projekt: Triggering Democratic Frustration
- von Thorsten Thiel
Schlagwörter:Demokratische FrustrationFörderungStiftungTransformationswissenVW-StiftungWir sind der Osten