Aktuelles

Digitalisierung: Gefahr für die Demokratie? – Ein Essay?

Für das neue Heft des Magazins POLITIKUM habe ich einen kleinen Essay mit dem Titel „Digitalisierung: Gefahr für die Demokratie? verfasst. Der Beitrag fragt in – wie ich hoffe – allgemein zugänglicher Weise nach den Vorannahmen und Demokratieverständnissen in verschiedenen populären Krisendiagnosen der Demokratie und soll mit etwas Differenzierung dazu beitragen, dass weniger alarmistisch diskutiert wird. Der Wochenschau-Verlag, der die POLITIKUM herausgibt, war so gut, mir den Artikel zur Freigabe auf dieser Seite zur Verfügung zu stellen (Danke), ihr findet die PDF des Artikels daher hier:

Das Heft mit dem Oberthema „Smart Democracy“ versammelt aber noch einige weitere wirklich spannende Beiträge und sei daher als Ganzes zum Kauf empfohlen – findet sich auch an der gut sortierten Bahnhofsbuchhandlung.

Verantwortung: Künstliche Intelligenz (BBAW-Arbeitsguppe)

Seit gestern, 8.10., bin ich offiziell Mitglied der Interdisziplinären Arbeitsgruppe „Verantwortung: Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz“ an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Die Gruppe wird sich in den nächsten noch knapp drei Jahren der Frage widmen, ob wir angesichts technischer Entwicklungen im Bereich des maschinellen Lernens Verantwortungsbeziehungen neu denken müssen. Gegenstand meiner ersten Sitzung war Verantwortung im Kontext medizinischer Forschung und Diagnostik – die jeweiligen Sitzungen der Arbeitsgruppe haben oft auch einen öffentlichen Teil (gestern etwa eine spannende Podiumsdiskussion zu Medizin und KI).

DVPW-Kongress 2018

Der DVPW-Kongress 2018 in Frankfurt steht unmittelbar vor der Tür. Gemeinsam mit Jeanette Hofmann werde ich gleich am ersten Tag, Dienstag, dem 25.09, ein Papier zu „Wartungsarbeiten am Fundament. Digitalisierung als Scheinwerfer auf das Verhältnis von Öffentlichkeit und Demokratie“ vorstellen. Beginn des von uns organisierten Panels ist um 16 Uhr (Hz10) und wir freuen uns sehr, dass mit Leonhard Dobusch, Christian Stöcker und Claudia Ritzi wir wirklich absolute Experten und super Redner für unser Thema „Öffentlichkeit als digitale Plattform“ gewinnen konnten. Wir freuen uns über zahlreichen Besuch

Besonders hinweisen möchte ich auch auf das Panel „Departments: Strukturreform für bessere Beschäftigung?“ (Do, 27.09, 16 Uhr), welches ich mit Jutta Hergenhan und Sebastian Bukow organisiert habe. Arndt Wonka (Bremen), Jule Specht (HU Berlin/ Junge Akademie), Tilman Reitz (Uni Jena/ NGA Wiss) und Frenzel (Uni Leicester) werden über die Chancen, aber auch Risiken eines Wechsels von Lehrstuhl- auf Departmentstruktur debattieren. Wer sich vorbereiten möchte, wird in einem neuen Beitrag von Jule Specht in der ZEIT fündig.

Wer Orientierung für den Kongress insgesamt sucht, der sei  außerdem auch noch auf den Theorieblog verwiesen, wo wir einen Überblick über das Programm mit vielen, vielen Hinweisen angelegt haben. Getwittert wird unter #dvpw18.

The State of Digital Democratic Theory (ECPR, Hamburg)

Vom 22. bis 25. August findet in Hamburg die diesjährige General Conference des European Consortium of Political Research statt. Ich habe ein zweiteiliges Panel im Rahmen der Sektion Digital Politics and Politics of the Digital organisiert, auf dem ich auch einen eigenen Beitrag haben werde. Los geht es am Donnerstag um 15:50 mit Teil I und Papieren von Anja Mihr & Isabella Herrmann, Jasmin Siri, Karoline Helbig & Alexander Weiß und Janosik Herder. Am Freitag morgen um 9 Uhr geht es dann weiter mit Teil II. Hier sind Andreas Schäfer, Wulf Loh und Michael Oswald mit dabei – und ich stelle ein neues Papier vor, das den Titel trägt: Shaping the Digital Public Sphere – Some Considerations from Democratic Theory.

Am Samstag um 14 Uhr wird mein persönlicher Konferenzabschluss dann in einem Panel in der Sektion International Political Theory bestehen, wo ich gemeinsam mit zwei weiteren Kommentatoren ein Papier mit dem Titel „Grounded Normative Theory“ von Brooke Ackerly, Antje Wiener et al. kommentiere.

Seminar: Künstliche Intelligenz und die Frage gesellschaftlicher Kontrolle

Gemeinsam mit Jeanette Hofmann gebe ich im Sommersemester 2018 an der Freien Universität Berlin ein Masterseminar zu „Technik — Gesellschaft — Kommunikation: Künstliche Intelligenz und die Frage gesellschaftlicher Kontrolle“. In insgesamt sieben je vierstündigen Sitzungen werden wir Fragen des Verhältnis von Technik und Gesellschaft und des Diskurses um künstliche Intelligenz nachgehen. Der Syllabus ist hier für euch alle einsehbar. Wir werden außerdem während der Laufzeit des Seminars bei Twitter unter #KI_Kontrolle Artikel und anderes passendes auf Twitter sammeln (und freuen uns auch über alle, die beitragen).

Wohnung in Berlin gesucht

Wegen meiner neuen Stelle am Weizenbaum-Institut sind wir derzeit auf Wohnungssuche in Berlin.

Was wir suchen? Eine Wohnung für eine vierköpfige Familie, die auch mal Besuch aufnehmen können möchte. Wir übersetzen dies in 100+ qm, die sich am besten auf vier oder gar fünf Zimmer verteilen (oder drei Zimmer mit großer Küche). Die Wohnung sollte verkehrsgünstig gelegen sein, was für uns bedeutet, dass sie gut zum Weizenbaum-Institut (sprich: S+U Zoo) angebunden ist. Wir haben keine starke Präferenz bei den Kiezen, können uns aber sehr gut Schöneberg, Charlottenburg, Wilmersdorf, Friedenau oder Kreuzberg vorstellen. Ansonsten suchen wir, was alle suchen – Altbau mit allen Spielereien, ruhig gelegen, Balkon. Wir würden gerne möglichst bald umziehen und kosten sollte das Ganze möglichst nicht mehr als 1300 Euro kalt bzw. 1600 Euro warm. Dieses Gesuch bitte gerne weiterleiten.

Alle Hinweise und Angebote bitte an: thorsten.thiel@wzb.eu.

– Update: Danke für Eure Unterstützung. Wir haben etwas gefunden –

Podiumsdiskussion: Fake News, Hate Speech und die Transformation von Öffentlichkeit

Nächste Woche, am Montag, den 15.01., werde ich im Rahmen der Frankfurter Bürger-Universität gemeinsam mit Karolin Schwarz, Journalistin und Gründerin von hoaxmap.org und Julia Krüger (u.a. netzpolitik.org) über Öffentlichkeitswandel und im Besonderen Fake News, Hate Speech und soziale Netzwerke diskutieren. Moderiert wird die Veranstaltung von Hanning Voigts (FR). Die Veranstaltung ist Teil einer Vorlesungsreihe mit dem Titel „Informiert oder manipuliert? Medien und öffentliche Meinung im Wandel“. Beginn ist 19:30 Uhr, Ort die Zentralebib der Frankfurter Stadtbibliothek in der Hasengasse 4. Es gibt leider keine Live-Stream oder ähnliches. Alle Infos zur Veranstaltung und Reihe findet ihr hier auf den Seiten der Goethe-Universität.

Update: Die Veranstaltung ist gelaufen und war sehr spannend. Wer sich dafür interessiert, was wir diskutiert haben, kann es hier im Artikel in der Frankfurter Rundschau nachlesen.

Frankfurter Kolloquium für Internetforschung 1/2018

Auch in diesem Semester und ungeachtet meines – physisch noch nicht ganz vollzogenen – Wechsels nach Berlin richte ich gemeinsam mit Matthias Kettemann das Frankfurter Kolloquium für Internetforschung aus. Wie schon in den letzten Semester (das ist die fünfte Ausgabe des Kolloquiums) haben wir eine Menge toller Kollegen eingeladen, die mit uns über ihre Forschung oder die Praxis von Netzfragen diskutieren. Den Anfang macht am 18.1 Jan Kottmann von Google, der über Google Arts & Culture sprechen wird, es folgen Linda Mosees (22.2), Albert Ingold (15.3), Christoph Dietzel von DE-CIX (19.4) und Killian Vieth. Die Veranstaltungen finden jeweils Donnerstags um 18 Uhr im Exzellenzcluster statt. Eine einmalige Anmeldung für die Vortragsreihe bei Matthias oder mir ist nötig, um teilnehmen zu können. Wir haben auch eine kleine Mailingliste, über die wir Frankfuter Termine zur Internetforschung verschicken. Möglich gemacht wird dies alles durch unseren Digitalisierungsschwerpunkt im Rahmen des Exzellenzclusters. Daten und alle Infos zur Edition 1/2018 entnehmt bitte dem Poster oder nach dem Klick. weiterlesen